Dieses Konzept, welches bereits den Oberbürgermeistern von Mainz und Wiesbaden vorgestellt worden ist, kann leider aus unterschiedlichen Gründen nicht umgesetzt werden.

 

In diesem Konzept geht es hauptsächlich darum, einen Kinderbetreuer (ehrenamtlich oder beruflich) im Auftrag der Stadt an jedem Spielplatz einzusetzen. Ein Spielplatzwart, der i.d.R. morgens im Einsatz ist, wenn alle Kinder noch in der Schule sind, könnte nachmittags ebenso die Rolle eines Kinderbetreuers übernehmen, wenn alle Kinder aus Schulen und Kindergärten dann den Spielplatz besuchen.

 

Wie mit drei Fliegen in einer Klappe ist der Vorteil leicht ersichtlich. Der Kinderbetreuer erfüllt nämlich übergreifend folgende Aufgaben, die zugleich im Interesse und zum Schutz aller Besucher darin bestehen,

 

a) vor Ort in erster Linie die Kinder gewissenhaft zu beaufsichtigen, insbesondere wenn sie ohne ihre Eltern kommen,

 

b) mit entsprechender Befugnis auf die Befolgung der Gefahrenabwehrverordnung zu achten,

 

c) nicht zuletzt dafür zu sorgen, Kinder mit Spielangeboten zu beschäftigen.

Darüber hinaus wird es selbstverständlich, ihm die Schlüssel der Toiletten zu übergeben. Dabei wäre es auch angebracht, einen abgeschlossenen Raum  vor Ort zu verschaffen, in dem Spielmaterialien abgelagert werden können. Hierzu kommt es noch auf die Umgebung des Spielplatzes an. Optimal wäre es allerdings, Spielaktivitäten auch noch auf einer Grünfläche neben dem Spielplatz zu organisieren.

 

Das Zusammenleben an einem Spielplatz ist aufgrund unterschiedlicher Erziehung unter Kindern und anderweitiger Verhalten unter Erwachsenen nicht immer einwandfrei, so daß der Einsatz eines Aufsehers mit entsprechendem Weisungsrecht im Auftrag der Stadt für unumgänglich gehalten wird, welcher zeitgleich ebenso die Betreuung der Kinder übernehmen kann. Bekanntlich können Ordnungshüter eben nicht rund um die Uhr den Spielplatz beaufsichtigen, ganz von der Möglichkeit einer Videoüberwachung zu schweigen. Nicht übersehbar ist die Tatsache, daß viele Eltern tagsüber bis zum späten Abend noch beruflich tätig sind, deren Kinder jedoch nachmittags oder abends am Spielplatz „ungestört“ und „gefahrlos“ spielen möchten.

 

Abgesehen von Anerkennung und Unterstützung vieler Eltern, deren Kinder freiwillig auf ihn zukommen oder ihm (durch Unterschriften) anvertraut sind, soll dieses Konzept soweit umgesetzt werden, wenn der Betreuer über die Vollmacht verfügt, mit dem Augenmerk auf Ordnung und Sicherheit zum Schutz eines Kindes an solch einem öffentlichen Ort, ohne beispielhaft die Stadtpolizei rufen zu müssen, sofern es darauf Wert gelegt wird, in Frieden möglichst bürgernah zu bleiben.

 

Unter diesem Aspekt gehört es ebenfalls zum Konzept, einen Kinderbeauftragten im Rathaus ins Leben zu rufen, der ebenso vor Ort unter Kindern ist, im Grunde abwechselnd an jedem Spielplatz, um seinerseits alle Angelegenheiten im Interessen der Kinder und deren Eltern zu behandeln, also nicht nur in Schulen, sondern auch um die Aktivitäten aller Kinderbetreuer auf Spielplätzen zu koordinieren bzw. zu überwachen.

 

Ergänzend, aufgrund meiner bisherigen Erfahrung, mit Tatsachen vor Ort am Spielplatz der Brunhildenstraße mit großen angrenzenden Wiesen, wie dies auf der Seite "Geschichte" dargestellt ist, vertrete ich die Meinung, es sei nicht Sache vom Grünflächenamt, zu bestimmen, wie Kinder betreut werden. Dies obliegt grundsätzlich allein den Eltern bzw. Bezugspersonen oder den Kinderbetreuern, die Kinder an einem Spielplatz begleiten und dadurch für sie direkt vor Ort verantworten. Das Grünflächenamt ist meines Erachtens eigentlich in erster Linie für die Liegenschaft verantwortlich, spricht für die Wartung der Spielplätze mit deren Spiel- u. Grünanlagen sowie für die Verordnung für deren Benutzung. Im Grunde wäre es rechtlich, richtig so anzusehen, wie die Stadt für die Spielgeräte haftet, die Eltern aber für ihre Kinder.

 

Weder das Grünflächenamt noch die Stadtpolizei ist darüber hinaus vor Ort, um eine Situation zu beurteilen. Somit findet mein Konzept seine Rechtfertigung, entsprechend umgesetzt zu werden. Sonst sind Konflikte eher zwischen Besuchern zu behandeln oder nur in extremen Fall mit der Polizei. Der Spielplatz ist eben ein öffentlicher Ort für alle (benachbarten) Bürger mit ihren Kindern, die allerdings nicht dazu verpflichtet sind, ihn zu besuchen.  (01.01.16)

 

 

 

 

 Konzept

für alle Spielplätze