Meine Betreuung fing im Jahren 2008 damit an, den Kindern meiner Nachbarschaft Fußballtore auf der angrenzenden Wiese anzubieten, als sie Fußball mit Mannschaften auf dem öffentlichen Spielplatz unbefugt spielten.

 

Zu jener Zeit veranlaßte der Oberbürgermeister, eine Sitzbank vor den Toiletten einrichten zu lassen, um das Fußballspiel zu verhindern, nach meinem Hinweise darauf, wie die Wand noch als Tor angesehen wurde, mit nebenan Kleinkindern auf den Schaukeln, die dadurch mit Sand oder Staub in der Luft verdrängt wurden.

 

Im Laufe der Zeit kam ich dazu, danach immer mehr Kinder gleich welchem Alter kennenzulernen, um ihnen folglich auf der Wiese auch abwechselnd unterschiedliche Spielaktivitäten anzubieten. Auch pflegte ich eine gute Beziehung zu den vielen Eltern, die mich dabei unterstützten.

 

Dadurch war ich nicht mehr gelegentlich sondern täglich am Spielplatz anwesend, um freundschaftlich alle Kinder und Eltern  treffen zu können, die nicht immer zusammen oder auch nicht immer jeden Tag kamen. Unter diesem Aspekt wurde es erkannt, wie es vom Vorteil war, Kinder nicht nur zu beschäftigen, sondern auch zu beaufsichtigen, insbesondere welche, die ohne Begleitung ihrer Eltern kamen.

 

Für Gefahrenstellen am Spielplatz, die nicht zu übersehen waren, wandte ich mich gerne oftmals an die Stadtverwaltung. Darüber hinaus wollten viele Eltern mit ihren Kindern, daß ich den Schlüssel der Toiletten für sie bekomme, die ohne Spielplatzwart immer geschlossen blieben. Vom damaligen Ortsbeirat gab es dazu keine Stellungnahme.

 

Da das Kletternetz eines Spielgerätes vom Spielplatz noch mittlerweile als Fußballtor mißbraucht wurde, während Kleinkinder in der Nähe aufstiegen, sah ich mich im Recht, dies sooft zu untersagen, allerdings mit dem Hinweis auf das Verbot in Verbindung mit der unmittelbaren Gefahr für andere Kinder, zwar grundsätzlich nach meiner bürgerlichen Pflicht, aber auch um die mir von den Eltern anvertrauten Kinder zu beschützen und davon abzuhalten, desgleichen zu tun. Dabei zu meiner Verwunderung griffen andere anwesende Eltern aber allgemein gar nicht ein. Es sei im Grunde bedacht, wie jeder mit unterlassener Hilfeleistung belangt werden könnte, wenn es zu einem Unfall komme, den jeder als Zeuge hätte durch seine Intervention verhindern können.

 

Darüber hinaus mußte ich auch für andere Verstöße, die andere Kinder unmittelbar gefährdeten, immer wieder eingreifen, wie es beispielhaft für das Radfahren nach vielen Zusammenstößen unter meinen Augen der Fall war. Im Grunde handelte ich danach, eher um andere Kinder vor erkannten Gefahren zu schützen, als jene spielenden Kinder allein wegen des Verbots (nach Beschluß vom Landtag bzw. mit einem Schild der Stadt darauf hingewiesen) zu verärgern, auch wenn einige Gefahren zwar unwahrscheinlich aber prinzipiell nicht auszuschließen wären, gar im schlimmsten Fall bei einem Unfall mit tödlichen Folgen.

 

Im Jahren 2012 bekam ich zu meiner Überraschung von der Stadt das Betretensverbot infolge von Beschwerden weniger Eltern und einer kirchlichen Gemeinde. Mir wurde hauptsächlich vorgeworfen, zu bestimmen, was und mit wem Kinder spielen dürfen, wobei kein schutzwürdiges Interesse für Kinder in mir zu erkennen sei.

 

Da ich neben meinem Anstand Wert auf eine reale Darstellung im Sachverhalt mit meinem Ruf legte, auch deswegen um die mir anvertrauten Kinder durch Unterschriften der Eltern weiter zu betreuen, ebenso auf den Spielplatz zu begleiten und dabei zu beschützen, erhob ich Widerspruch gegen den Bescheid der Stadt mit einem Rechtsanwalt. Im Anschluß daran reichte ich eine Klage beim Verwaltungsgericht ein.

 

Es kam bei mir streng genommen gar nicht in Frage, die mir anvertrauten Kinder der Aufsicht entgehen zu lassen, die ich innehatte, indem sie von fremden Kindern ohne Begleitung ihrer Eltern angelockt werden, den Spielplatz zu verlassen, oder indem sie dazu bewegt bzw. in der Schule unter Druck gesetzt werden, auf mich nicht mehr zu hören, ebenso als es darum ging, nicht gegen die Stadtverordnung mit Blick auf die Gefährdung aller spielenden Kinder zu verstoßen.

 

Erst im Jahren 2015, bevor es zum Prozeß kam, nahm das Rechtsamt die von mir angebotene Mediation vorm Güterichter im Verwaltungsgericht an, im Beisein meines Rechtsanwaltes und eines Polizeibeamten, der bereits oftmals die einigen Eltern störender Kinder besuchte. Dadurch wurde das Betretensverbot aufgehoben. Ein Ansprechpartner jeweils von der Stadt und von der Polizei ist mir dabei zugesprochen worden.

 

Da einige Kinder von einer Schulclique noch nicht mit Belästigungen, Verleumdungen und Abwerbungen aufhörten, wodurch noch weitere (fremde) Eltern ahnungslos hineingezogen wurden, sah ich mich gezwungen, meine Spielangebote nur noch für Kinder meiner Gruppe mit festen Regeln einzuschränken, in der ich zu unserem gemeinsamen Schutz deutlich das Sagen habe.  Zeitgleich mußte der Polizeibeamte, der mit dem Anliegen am Spielplatz vertraut war, abermals zwischendurch einspringen, bis es endlich und weitgehend wieder Ruhe und Frieden herrschte.

 

Es sei dabei eine Selbstverständlichkeit, was und mit wem die mir anvertrauten Kinder spielen dürfen, sobald es sich eben um meine Spielsachen handelt oder sonst um Spielorten geht, in denen sie ungestört und gefahrlos nach meinem Ermessen und mit meiner Erlaubnis spielen dürfen, allerdings deswegen nach wie vor mit meiner Aufsicht über sie, sofern ich mich nicht nur Sorgen um sie mache, sondern auch noch wegen der Haftung vor ihren Eltern zu verantworten habe, falls es ihnen etwas zustößt.

 

Seit vielen Jahren kenne ich nun die vielen Menschen, die den Spielplatz meiner Nachbarschaft besuchen, so daß ich im Grunde besser gestellt bin, den passenden Eindruck über sie zu gewinnen, um  gewissenhaft darüber zu entscheiden, wie ich am besten die mir anvertrauten Kinder in meiner Gruppe betreuen kann, vor allem mit Abstand vor denen, die mir besonders unfreundlich entgegen kommen, insbesondere vor Eltern, die mit ihren Kindern gar nicht in Ordnung sind und sich dabei eigentlich strafbar machen.

 

 Mit unterschiedlichen Eltern, die so oder so mit ihren Kindern gegen meine Betreuung brodeln, im Endeffekt um die Aufsicht über die Kinder meiner Gruppe zu beeinträchtigen oder zu gefährden, sehe ich mich allerdings bestätigt, mit dem Vertrauen der Eltern in mir, die sich auf mich freuen, ganz besonders auf deren Kinder aufpassen zu müssen, die am besten nur in meiner Gruppe bleiben. Demzufolge bestimme ich, wie Kinder aus meiner Reihe im Umgang miteinander sich zu verhalten haben.

Erfahrungsgemäß sind üble Nachreden untereinander leider geläufig, auch wenn nicht jeder vom anderen genau weiß, was sich tatsächlich abspielt, zumal ich selbst rechtlich gesehen gebunden bin, nicht namentlich das weiter zu übermitteln, was ich in vertraulichen Gesprächen oder gar vor Ort durch Taten erfahre, um nicht noch das Öl auf das Feuer zu legen, sobald mir die Masken von Gesichtern fallen, sowohl von Gegnern als auch leider von einstigen Freunden unter der Elternschaft, ganz von den Kindern zu schweigen, die nicht immer zur Rechenschaft gezogen werden können. Mißverständnisse sind meines Erachtens zwar möglich, aber es sind bedauerlicherweise zu Worten oder Taten über das Maß von manchen Gegnern gekommen, die eigentlich weder gerechtfertigt noch hinnehmbar waren und mich dazu führten, Konsequenzen ziehen zu müssen, wie das mir im Recht zustand, ganz von Verletzung der Menschenwürde zu schweigen.

Früher war ich gerne für alle Kinder der Nachbarschaft verfügbar, die ich gleichberechtigt behandeln konnte. Heute kann ich nunmehr eher Kinder meiner Gruppe betreuen, am besten mit Unterschriften der Eltern, die zu mir stehen und darauf Wert legen, ihre Kinder in besten Händen zu wissen.

„Es gibt immer im Leben, einen Macher, einen Mitmacher aber auch einen Mistmacher“

Es war zwar mein Wunsch, (wieder) alle Kinder meiner Nachbarschaft mit Spielangeboten im Freien (gleichberechtigt) zu beschäftigen. Dies sei ohnehin nur dann möglich, wenn ich mit meinem Standpunkt über den Kinderschutz mit Regeln in Spielaktivitäten und im Umgang miteinander ohne Diskussionen von allen entsprechend respektiert werde. Um auf Nummer sicher zu gehen, bestimme ich aber künftig, was und mit wem Kinder meiner Gruppe spielen dürfen, nach dem Motto:

 

„Miteinander Füreinander aber nur Untereinander“.

 

Sicher ist, auch wenn der Beweggrund für meine Kinderbetreuung nicht für jedermann begreifbar und gar angreifbar ist, wie es besser sei, mich entsprechend zu respektieren, wenn ich etwas zum Schutz eines Kindes sage. Niemand ist eigentlich gezwungen, sich meiner Gruppe anzuschließen. Darüber hinaus ist auch niemand dazu verpflichtet, den Spielplatz zu besuchen.

 

Im Jahren 2016 änderte sich die Situation, als ich dazu kam, nur noch viele Flüchtlingskinder aus der Nachbarschaft zu betreuen, sobald sich ihre Eltern bei mir vorstellten. Mit Flüchtlingen hatte ich bereits meine Erfahrung, nachdem ich in der ASB-Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen an der Franckeschule täglich ehrenamtlich mit der Kinderbetreuung tätig gewesen war.

 

Üble Nachreden unter gegnerischen Schulkindern und Eltern am Spielplatz führten am Ende dazu, daß sich sämtliche Kinder von Flüchtlingen vor mir fern hielten. Kurz vorm Umzug aller Flüchtlinge wegen Abriß der Gebäude der GWW im Zuge des Umbaus im Wohnviertel gelang es mir aber doch, ihr Vertrauen rechtzeitig wieder zu gewinnen, um anschließend im Laufe des ganzen Jahres regelmäßig alle Kinder zu ihrer neuen Unterkunft in Mainz-Kastel zu besuchen.

 

Noch wurde mir das Betreten der Gemeinschaftsunterkunft von der Stadt Wiesbaden verwehrt, bis mein Ansprechpartner der Polizei den Sachverhalt aufklärte. Ungeachtet dessen konnte ich unter Umständen Flüchtlingskinder aus 11 Familien mit Unterschriften der Eltern aus ihrer Unterkunft abholen, um gemeinsam zum Spielplatz zu gehen. Dadurch lernte ich am Spielplatz von Mainz-Kastel an der Eleonorenstraße auch noch andere hiesige Kinder, die sich seitdem auf meinen Besuch freuten.

 

Es hatte zur Folge, daß ich nachmittags abwechselnd an zwei Spielplätzen aktiv war. Mittlerweile war ich vormittags 7 Tage der Woche ehrenamtlich im Einsatz in der DRK-Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen an der Frankfurter-Straße, um auch dort Flüchtlingskinder zu betreuen. Nach Ende der Saison war ich schließlich beim DRK täglich unter Flüchtlingskindern tätig.

 

Seit 2017 bin ich nicht mehr im Einsatz wegen einiger Ungereimtheiten in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge, die Kinder deutlich gefährdeten und darüber hinaus auch meine Kindebetreuung, sofern mein Beitrag zum Kinderschutz behindert worden ist, vor allem angesichts der schweren Unfälle, die sich leider unter Kindern ohne meine Wirkung ereigneten.

 

Unter diesem Aspekt betreue ich keine Flüchtlinge mehr in ihren Unterkünften, wenn meine Regeln für meine Kindergruppe innerhalb meines Spielraumes vom Personal nicht befolgt oder respektiert werden. Es gehört nun zu meinem Konzept, daß ich für alle Kinder meiner Gruppe bestimme, was und mit wem Kinder spielen dürfen, indem sie eher in der Gruppe oder unter meiner direkten Aufsicht bleiben. Dabei habe ich mir heutzutage zur Aufgabe gemacht, insbesondere Flüchtlingskinder, die mir von ihren Eltern außerhalb anvertraut sind, auch zu betreuen, indem ich sie zu ihrer Sicherheit und Integration auf öffentlichen Spielplätzen begleite.

 

Ich bin dessen bewußt, wo auch immer es sei, wie die vielen Kinder ungestört und gefahrlos immer etwas Neues von mir lernen, so daß sie sich mit ihren Eltern gut fühlen. Wenn Kinder aber irgendwann bei mir langweilen, hat es natürlich mit Gegnern zu tun, die mir noch irgendwie in die Quere kommen, um meine Spielangebote zu beeinträchtigen und darüber hinaus das Interesse und den Schutz der Kinder.

 

Für eine gute Betreuung mit organisierten Spielaktivitäten  kostet es allerdings an Geld, Energie und Zeit, die ich immer wieder wegen Kinder– oder Papierkram unter Schikanen oder Konflikten mit Dritten allerseits verliere. Ich bin eben darüber im Klaren, daß ich deswegen zu einem der besten Kindebetreuer gehöre, um nur noch ein Dorn im Augen der Gegner zu verbleiben, denen ich immer wieder begegnet bin.

 

(Stand 05.02.17)

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wie alles anfingt